Ein Fest der Sinne: der Altweibersommer am Wolfgangsee

Kurzurlaub im Parkhotel Billroth im Spätsommer / Altweibersommer / Goldenem (Wander-)Herbst

Direkt vor unserem Fenster im Parkhotel Billroth präsentiert der Spätsommer seine ganze üppige Pracht. Der Wolfgangsee liegt glatt und ruhig unter uns, ein laues Lüftchen trägt noch die Erinnerung an den Sommer mit sich und die rotgoldenen Blätter tänzeln leise zur Begrüßung. Der Altweibersommer im Salzkammergut ist geradezu perfekt für einen Kurzurlaub. Und die Vorfreude auf ein paar Tage Erholung für Körper und Geist im Hotel Billroth ist groß.

Lange hält es uns nicht in unserem schönen Zimmer. Der herrliche Spätsommertag lockt zum Aufbruch, zum Entdecken. Die lächelnde Dame an der Rezeption empfiehlt uns einen Spaziergang direkt am See, entlang der Uferpromenade ostwärts Richtung Fürberg-Bucht. Wir können direkt vom Parkhotel Billroth zu Fuß starten, brauchen weder Auto noch Fahrrad. Das klingt wunderbar! Also marschieren wir los, durchqueren den sorgfältig gepflegten Park des Hotels. Jede Pflanze, noch so klein, scheint sich über die Sonnenstrahlen zu freuen und darüber, vielleicht ein letztes Mal für dieses Jahr ihre Schönheit präsentieren zu dürfen. Denn schon wartet der Herbst am Wolfgangsee auf seinen großen Auftritt. Der Duft der Blumen begleitet uns bis zum See. Dort wenden wir uns nach links und sehen uns einem Feuerwerk an Sinneseindrücken gegenüber, das uns bis zu unserem Ziel begleiten wird. Der lichte Wald entlang des Weges gibt immer wieder atemberaubende Blicke auf den Wolfgangsee frei. Eingerahmt von den Blättern, die langsam ihr saftiges Grün gegen herbstliches Rot, Gelb und Goldbraun tauschen, präsentiert sich der See in schönstem Blau und Grün. Vereinzelt schaukeln kleine Boote mit weißen Segeln über die Wellen. Wie das Gemälde eines impressionistischen Künstlers scheint uns der Wolfgangsee heute – und schöner denn je.

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Der Nobelpreisträger und die Sprache der Bienen: der Brunnwinkl

Entlang unseres Weges erhaschen wir gelegentlich einen Blick auf klassische Landhäuser und erfreuen uns an den dekorativen Elementen. Es ist schön zu sehen, dass die Traditionen des Salzkammergutes in Bau und Farben bewahrt werden. Bergab zum Uferweg tauchen wir in die zauberhafte Atmosphäre einer besonderen Bucht ein – wir befinden uns im sogenannten Brunnwinkl. Die herbstliche Blütenpracht der Hausgärten, die kleinen Hausbankerl und Tafeln an den Hauswänden unterstreichen unser Gefühl, dass wir hier einen traumhaften Platz entdeckt haben. Es sind nur wenige Häuser, die frei arrangiert und versteckt in dieser Bucht liegen – weder vom See noch von der Straße sind sie zu sehen. Nur zu Fuß kann man diesen Ort erreichen, der ein bisschen wie aus der Zeit gefallen erscheint. Der Nobelpreisträger Karl von Frisch lebte hier in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts und erforschte die Sprache der Bienen. Wir suchen nach ihnen und schauen ihrem fleißigen Treiben in den wundervollen Blumenbeeten zu, bevor wir uns durch eine kurze Blätterhecken-Allee auf den Weg begeben, der ausschließlich den Fußgängern gehört.

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Entlang der Felsen am Panoramaweg

Der schmale Promenadenweg verläuft nun direkt am See, an einem Berg- und Felsrücken entlang. Egal, wo wir hinschauen: der Altweibersommer am Wolfgangsee geizt nicht mit seinen Reizen. Es sind die Steine im Wasser, die grünlich-grau und türkisblau schimmern, bevor sie in den Tiefen des Sees verschwinden. Es sind die Fische, die sich zwischen den Steinen tummeln. Es sind die Felsen, die noch die Wärme der Sommersonne in sich tragen. Es ist einfach ein Genuss für die Sinne. Wir können nachvollziehen, warum der Fürberg-Weg eines der Lieblingsmotive des St. Gilgner Malers Adolf Helmberger war.

Altweibersommer, bleib noch ein wenig

Langsam umrunden wir den Felsen und erreichen unser Ziel, die Fürberg-Bucht. Hier setzen wir uns ans Wasser, lassen die nackten Beine ins kühle Nass gleiten und genießen die wohltuende Pause nach diesem dichten Feuerwerk der Sinne. Spontan beschließen wir, unseren Nachmittagsspaziergang auf dem Schiff ausklingen zu lassen. Direkt in der Fürberg-Bucht befindet sich eine Haltestelle der Wolfgangsee-Schifffahrt, die uns nach St. Gilgen bringt. Vom See aus zu sehen, wie die letzten Sonnenstrahlen des Tages die Landschaft in ein goldgelbes Licht tauchen und gleichzeitig das Brechen der Wellen am Schiffsrumpf zu hören, rundet unser Fest der Eindrücke wunderschön ab. Bereichert und erholt von unserem kurzen, aber eindrucksvollen Ausflug kommen wir heim ins Billroth. Bei einem Aperitif auf der wunderschönen Terrasse des Parkhotels blicken wir auf den Weg, der uns so perfekt auf unser Wochenende eingestimmt hat, und stoßen auf unseren Kurzurlaub am Wolfgangsee an. Und auf den Altweibersommer – ein echtes Fest der Sinne!